Unsere Weltreise Impfungen

Zu den Vorbereitungen auf eine Welt / Langzeitreise gehört ebenso das Thema Impfungen, es ist sinnvoll sich mit diesem Thema früh genug auseinanderzusetzen. Gegen die meisten Tropenkrankheiten kann man sich schützen, eine gute und individuelle fachliche Beratung (Tropenmediziner) und etwas eigene Recherche sind ratsam.

2. Allgemeines über Impfungen

– Denkt frühzeitig an euren Impfschutz

Auch wir haben vorab einiges im Internet gelesen und sind nicht unbedingt die größten Impffreunde, aber an einigen Impfungen kommt man nicht vorbei bzw. gibt es auch Impfungen (wie zB. Gelbfieber) die verpflichtend für die Einreise sind. Nach unserer Recherche entschieden wir uns für einen Beratungstermin bei einem Spezialisten für Impfungen aller Art.

Dieser Termin war dann eher ernüchternd nachdem wir ihn mit unterschiedlichsten Fragen überfallen haben auf die er uns keine konkreten Antworten geben konnte. Kurzum war dieser Besuch für uns nicht ausreichend informativ um zu entscheiden welche Impfungen sinnvoll und notwendig sind. Da uns dieses Impfthema doch mittlerweile wichtig geworden ist, wollten wir unbedingt noch eine weitere Meinung einholen bzw. uns nochmals fachlich beraten lassen. Deshalb haben wir uns die Zeit genommen und sind nach Wien zum Tropeninstitut Wien Mitte gefahren. Die Beratung des Tropenmediziners hat knapp eine Stunde gedauert, der Arzt selbst ein großer Reisefreund konnte hier natürlich auch seine Erfahrungen einfließen lassen und wir fühlten uns rundum gut beraten. Die Kosten für 1 Stunde Beratung betrug 50€.

– Informiert euch im Internet über die Imfpungen

Auch diesen Punkt haben wir sehr sorgfältig durchforstet und einige Zeit im Internet und in Foren verbracht. Ebenfalls einen guten Überblick wie es andere Reisende mit den Impfungen so halten findet ihr in diversen Facebook Gruppen.

2. Unsere Impfungen

– Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Polio (Kinderlähmung)

Hier war eine Auffrischung für uns beide definitiv notwendig. Wir sind uns nicht ganz sicher aber wir glauben die letzte Auffrischung hatten wir noch als Kinder…
Im speziellen sehen wir hier die Tetanus Auffrischung als sehr wichtig. Die Impfung sollte nach Verletzungen und vor Fernreisen nach 5 Jahren aufgefrischt werden, v. a. auch um die Notwendigkeit einer Impfung im Verletzungsfall im Ausland zu umgehen.

– Hepatitis A / B (Asien / Mittel- und Südamerika / Afrika)

Die Hepatitisviren A / B zählen zu den bekanntesten Auslösern der klassischen infektiösen Leberentzündung, auch Hepatitis genannt. Hepatitis A verläuft in der Regel als akute Leberentzündung, die wieder ausheilt. Hingegen können Hepatitis B Viren nicht nur akute Leberentzündung verursachen. Sie können oft auch anhaltende, also chronische Infektionen, die zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen können, verursachen.

Für eine Grundimmunisierung mit dem Hepatitis-A-Impfstoff sind 2 Impfungen im Abstand von 6-12 Monaten erforderlich. Die voraussichtliche Schutzdauer nach erfolgreicher Impfung beträgt mindestens 10 Jahre.

– Tollwut

Tollwut ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems und wird durch Lyssaviren ausgelöst. Darunter ist der bekannteste Vertreter das Rabiesvirus. Menschen können sich durch den Biss oder den Speichel eines infizierten Tieres anstecken.Tollwut ist eine Rarität geworden.

Für eine vorbeugende Impfung reichen 3 aufeinander folgende Injektionen an den Tagen 0, 7, 21 (oder 28) aus. Einmalige Auffrischimpfungen werden bei anhaltendem Risiko je nach Impfstoffpräparat alle 2-5 Jahre bzw. nach einem Jahr und danach alle 5 Jahre empfohlen.

– Gelbfieber

Gelbfieber wird durch das Gelbfiebervirus (Flavivirus) hervorgerufen. Es wird  im tropischen Süd- und Mittelamerika sowie in Afrika südlich der Sahara durch Stechmücken übertragen und verursacht bei der Minderheit der Infizierten ein schweres Krankheitsbild mit Gelbsucht, Blutungen und manchmal auch tödlichem Ausgang.

Eine einmalige Impfung sorgt nach 10 Tagen für einen 10 Jahre andauernden Impfschutz. Die Impfung darf allerdings nur in von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannten Impfstellen vorgenommen werden. Bei Durch- bzw. Einreise in ein Land mit Gelbfiebergebieten kann sie vorgeschrieben sein.

– Typhus

Typhus wird über verunreinigte Lebensmittel und Trinkwasser verbreitet.  Der Totimpfstoff wird einmal in die Muskulatur injiziert, spätestens nach 3 Jahren ist eine erneute Impfung erforderlich.

2. Impfungen die wir nicht gemacht haben

– Japanische Enzephalitis

Hier haben wir lange hin und her überlegt und uns gegen eine Impfung entschieden!

Reisenden, welche auf Grund der Reiseroute, Reisezeit, Reiseart und Reisedauer ein erhöhtes Risiko eingehen, an dieser (für Touristen äußerst seltenen) Virusinfektion zu erkranken. (Die Krankheit wird durch Culex – Mücken übertragen). Touristen sind sehr selten betroffen, in den letzten 20 Jahren waren es weltweit ca. 34 Reisende. Gefährdet sind in den betroffenen Ländern hauptsächlich Kinder unter 2 und Erwachsene über 50 Jahre.

3. Hierfür gibt es keine Impfungen

– Malaria

Malaria ist eine verbreitete Infektionskrankeit und ist typisch für tropische und subtropische Gebiete. Der grösste Teil der Infektionen tritt im tropischen Afrika, aber auch in gewissen Regionen in Asien und Südamerika, auf. Informiert euch im Internet, bei eurem  Arzt oder beim Tropeninstitut über die Malariasituation in eurem Reiseland.

Gegen Malaria gibt es keine Impfung. Das Risiko einer Malariaerkrankung kann jedoch durch folgende vorbeugende Massnahmen minimiert werden. Eine Garantie für absolut sicheren Schutz gibt es leider nicht.

  • Lange Kleidung tragen
  • Insektenabweisende Mittel auf die Haut auftragen
  • Insektenspray verwenden
  • Reisen in Risikogebiete während der Regenzeit vermeiden
  • Aufenthalt in der freien Natur während Dämmerung meiden
  • Moskitonetz als Schutz über dem Schlafplatz anbringen
  • Schlafplatz in der Nähe von Gewässern meiden

Wer eine medikamentöse Malariaprophylaxe in Erwägung zieht, sollte sich vom Arzt persönlich beraten lassen. Welches Medikament geeignet ist, muss der Arzt entscheiden. Das ist von der gesundheitlichen Verfassung des Reisenden, der Reisedauer, des Reiseziels und der Reiseart abhängig.

Wir haben uns gegen eine Malariaprophylaxe entschieden und nehmen stattdessen ein Malaria Notfallmedikament (Malarone) mit.

– Dengue Fieber

Das Dengue Fieber wird ebenso von Stechmücken übertragen. Anders als die Malariamücken sind diese auch tagaktiv. Eine Impfung gibt es gegen das Dengue Fieber leider nicht obwohl anscheinend derzeit ein Impfstoff entwickelt wird.

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